Patenbitten

Einen alles andere als leichten Weg bereiteten die Feuerwehrler aus Goldern am Samstag den Floriansjüngern aus Niederviehbach für ihr „Ja“ beim Patenbitten für deren 150-jähriges Gründungsfest im Mai. Wohlweislich hatten die Bittsteller schon bevor sie das Gasthaus Scheugenpflug in Hüttenkofen betraten jede Menge Gerstensaft in ihren Leiterwagen gepackt, um ihren designierten Patenverein milde zu stimmen. Das allerdings beeindruckte den Golderer Kommandant Martin Limbrunner und seine Kameraden wenig, der fragte vielmehr ganz ungeniert erst einmal nach dem Grund des Besuchs der Feuerwehrler aus dem benachbarten Niederviehbach. Diesen trug Festausschussvorsitzender Josef Daffner auch gleich mehr als humorig in Gedichtform vor und bat: „Gebts euch an Ruck und schlagts gleich ein, denn unser Fest soll net nur glitzern, es soll ois Goldern sein“. Als Bewährungsprobe für ihre Entscheidung hatten sich Kommandant Limbrunner, Vorstand Daniel Bruckmoser und ihre Vereinskameraden eine lange Liste von mehr oder weniger massiven Grausamkeiten zurechtgelegt, die es nun im wahrsten Sinne des Wortes abzuarbeiten galt. Mit Gesang und Muskelkraft. Als Erstes hatten die Bittsteller gleich mal die Aufgabe, einen mit den Golderer Festdamen besetzten Anhänger mit reiner Muskelkraft, angeführt von der Niederviehbacher Blaskapelle, zum angesteuerten Gasthaus zu ziehen. Dort angekommen musste mit einer alten Wiegensäge – obwohl diese den scheinbar rohen Kräften der Niederviehbacher nicht vollends gewachsen war – ein Baumstamm gleich zweimal durchsägt werden. Im Gasthaus Scheugenpflug angekommen, versuchten die Niederviehbacher, die Golderer durch die umgetexteten Hits „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“ und „Die Gedanken sind frei“ zur Patenschaft zu bewegen, doch auch dies beeindruckte die Golderer wenig. „Zugabe wird da keiner schreien“, so Limbrunner wenig begeistert. Auch die Fähigkeiten der Bittsteller beim kreativen Öffnen von Bierflaschen, ihre Zielgenauigkeit beim punktgenauen Auswerfen einer Rettungsleine sowie deren Fahrkünste mit einem kleinen roten Flitzer unter erschwerten Bedingungen änderten nichts an der Meinung der potentiellen Paten. Und so machten es die Golderer zur Aufgabe, ihren Vorstand Daniel Bruckmoser mit Naturalien aufzuwiegen. Da auch dies – trotz großzügig eingeräumter Zeit – nur sehr mühevoll und unter abschließender Dreingabe einer Niederviehbacher Festdame gelang, ließ das „Ja“ der Golderer weiterhin auf sich warten. So musste wie schon so oft bei derartigen Veranstaltungen das obligatorische Scheitlknien entscheiden. Hierzu bat Limbrunner den Niederviehbacher Kommandanten Stefan Neumeier, Vereinsvorsitzenden Andreas Birkner, Festausschussvorsitzenden Josef Daffner und Fahnenmutter Franziska Birkner zu sich auf die Bühne. Nachdem es sich die vier Ausgewählten auf dem kantigen Balken bequem gemacht hatten, wartete der Golderer Kommandant mit allerlei Fragen rund um die Feuerwehr Goldern auf, die bei Nicht- oder Falschbeantwortung nur noch zu einem längeren Aufenthalt auf dem Scheitl führten. Doch letztendlich waren alle Fragen abgearbeitet, und so baten die vier Geknechteten nochmals flehentlich um die Zusage zur Patenschaft. Rückblickend auf die letztendlich mehr oder weniger bravourös gemeisterten Aufgaben blieb den Verantwortlichen der Feuerwehr Goldern dann nichts mehr anderes übrig, als um exakt 21.33 Uhr das für die Niederviehbacher erlösende „Ja“ zu verkünden. Mit der daraufhin folgenden gemeinsamen Feier unterstrichen sowohl der Jubelverein als auch die Paten einmütig ihre Vorfreude auf ein gelungenes 150-jähriges Gründungsfest der Feuerwehr Niederviehbach vom 6. bis 8. Mai.

Schönwetterbitten


Vom 6. bis 8. Mai findet, anlässlich des 150-jährigen Bestehens, die Fahnenweihe der Feuerwehr
Niederviehbach statt. Um bei den Feierlichkeiten ein schönes Wetter zu bekommen, machte sich der Jubelverein auf den Weg zur Kirche des Patenvereins St. Andreas nach Goldern. Dort traf man sich vor der Kirche mit den Mitgliedern des Patenvereins der Feuerwehr Goldern. Bei einem Wortgottesdienst zusammen mit Diakon Wolfgang Brandl wurde um schönes Wetter für das Festwochenende gebeten.

Rama-dama

Das Dorf wurde geräumt„Rama-Dama-Aktion“ des Obst- und Gartenbauvereins Niederviehbach. 

(cg) Nach vier Jahren Pause konnte der Obst- und Gartenbauverein am Samstagvormittag wieder zur Aufräumaktion „Rama Dama“ im Gemeindegebiet aufrufen. Erfreut war Vorsitzender Robert Daffner, dass sich auch nach der Verschiebung wegen des Schneefalls eine Woche zuvor erneut wieder zahlreiche Vereine, Gruppen und viele Einzelpersonen zusammengefunden haben, um alle Ortsteile zu säubern. Diverse Wege, Straßen und Plätze wurden durchkämmt, aber auch vor Gräben und Bächen machte man nicht Halt. Vor allem die Kinder wagten sich mit Begeisterung hinein und holten raus, was dort nicht hingehört. Gefunden wurde wieder zahlloser Unrat von Flaschen über Tüten, Dosen bis hin zu Altreifen. Neu im Sammelrepertoire war eine Reihe von Masken. Um 11 Uhr brachte man alle Müllsäcke zum Verladen in den Bauhof, wo es zur Stärkung und zum Dank an alle Helfer eine Brotzeit vom Obst- und Gartenbauverein gab.

20211002 Schirmherrin-Bitten

Vergangenen Samstag fand in Niederviehbach das Schirmherrin-Bitten der Feuerwehr für das 150-jährige Gründungsfest statt. Der Festausschuss und die Vorstandschaft traf sich vorm Klosterbauhof zusammen mit zukünftiger Festbraut Theresa Waitl und Festmutter Franziska Birkner um in Begleitung von Musik (Rainer Spielberger) und mit Fotografen (Peter Dausend) zum Gasthof Binderbräu zu ziehen. Vor Ort wurde man gleich herzlich empfangen und von Berti Daffner gefragt warum hier so ein Aufgebot herrscht. Vorstandsvorsitzender Andreas Birkner trug in Versform die Bitte vor ob Berti die Schrimherrin fürs Gründungsfest sein möchte. Selbstverständlich wurde wie bei den vergangenen Bitten auch hier nicht sofort mit einem „Ja“ geantwortet, sondern die Zusagte musste man sich mit der Lösung von verschiedenen Aufgaben erarbeiten. So kam es, dass die Feuerwehrler zunächst Fragen über die Herbergswirtin die Gastwirtschaft und deren Geschichte aber auch Fragen zur Geschichte der Feuerwehr selbst und deren Nachbarwehr beantworten mussten. So erarbeitete man sich mit der Fragerunde und einem darauffolgenden Geschicklichkeitsspiel, einem Geschmackstest von Biersorten und dem Nennen von Kosenamen mühevoll letztendlich die Zusage von Berti Daffner als Schirmherrin für das Gründungsfest 2022. Im Anschluss gab es für alle ein stärkendes Abendessen und der Abend klang in gemütlicher Runde bei Musik aus.

20210828 Atemschutzlehrgang

Zwölf Feuerwehrangehörige besuchten auf Landkreisebene den 127. Lehrgang für Atemschutzgeräteträger. Damit der Lehrgang durchgeführt werden konnte, wurde vom Fach-Kreisbrandmeister Atemschutz Hans Kulzer ein Hygienekonzept erarbeitet. Unter den strengen Hygieneregeln wurden somit an drei Samstagen im Juli der Lehrgang abgehalten. In der Ausbildungsveranstaltung lernten die Teilnehmer den Umgang mit dem Atemschutzgerät, das richtige und vielleicht auch lebensrettende Verhalten bei schwierigen Situationen im Einsatz. Auch wurde aufgezeigt wie viele Atemgifte im Brandrauch sein können und welche Wirkungen diese ungeschützt haben können. Die große Verantwortung, die der Atemschutztrupp im Einsatz hat, wurde bei so manchen Übungen in verrauchten Räumen jedem Teilnehmer gleich bewusst. Bei einem simulierten Kellerbrand, einem Werkstattbrand und einem Wohnungsbrand bekamen alle gleich die Grenzen der körperlichen Belastung zu spüren. Dabei ging es immer wieder um vermisste Personen, die gerettet werden mussten und auch verschiedene Gefahrenschwerpunkte, die den Atemschutzgeräteträger auch im Einsatz fordern. Ein praktischer Leistungstest fand in der Atemschutzübungsanlage statt. Hier wird auf das Anlegen des Atemschutzgerätes und den Durchgang großen Wert gelegt. Bei verschiedenen Stationen wurde die Teilnehmer in Schlauchmanagement, Einsatztaktik, Notfalltraining und Gerätekunde geschult. Anschließend fand eine schriftliche Prüfung statt, die von allen mit einem guten Ergebnis abgelegt wurde. Nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses dankte Kreisbrandmeister Kulzer den Teilnehmern für ihr Engagement und wünschte allen neuen Atemschutzgeräteträgern viel Glück und Erfolg. Kulzer bedankte sich ganz besonders bei seinem Stellvertreter Kreisbrandmeister Johannes Pichlmayr, den Ausbildern Hans Kiermaier, Markus Hirthammer, Thomas Kerscher, Andreas Bosl, Daniel Haider, Veronika Saller und EKBM Anton Wieser. Weiter galt sein Dank der Feuerwehr Dingolfing für die Überlassung der Räumlichkeiten in der Feuerwache, sowie der Feuerwehr Sossau für die Überlassung des TLF. Kreisbrandinspektor Helmut Huber ließ es sich nicht nehmen, sich bei seinem ersten Atemschutzlehrgang als Kreisbrandinspektor persönlich den Absolventen zu gratulieren. Sein Dank galt den Teilnehmern für ihre Bereitschaft, diese umfangreiche Spezialausbildung auf sich zu nehmen und wies darauf hin, dass nun ein stetiges Üben und die Fortbildung für die weiteren Aufgaben sehr wichtig sind. Die Zeugnisse für die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger wurden verliehen an Maximilian Gerstl (Feuerwehr Adldorf), Lukas Mundt (Feuerwehr Dingolfing), Nico Dorfmeister, Markus Peisl und Tobias Reiser (alle Feuerwehr Eichendorf), Maximilian Simbeck (Feuerwehr Frauenbiburg), Leon Hahn (Feuerwehr Haidlfing), Stefan Huber und Markus Mittermeier (Feuerwehr Loiching), Tobias Feicht und Jonathan Haider (Feuerwehr Niederviehbach) und Maximilian Schmied (Feuerwehr Wallersdorf).

20210911 Fahenbrautbitten

Am vergangenen Samstag traf sich der Fest- und Feuerwehrausschuss Niederviehbach, Ehrenkreisbrandmeister Josef Dausend, Berti Daffner als Festmutter des Jahres 1996, Bürgermeister Johannes Birkner und Fotograf Peter Dausend vor der Kirche in Weigendorf, um mit musikalischer Begleitung von Rainer Spielberger zum Fahnenbrautbitten zu ziehen. Angekommen bei Theresa Waitl fand man die Hofeinfahrt bereits versperrt mit einem Baumstamm vor. In Versform baten sie dann um das Ja-Wort der hoffentlich zukünftigen Fahnenbraut, doch Theresa gab zur Antwort, dass vor einer Zusage noch einige Aufgaben auf die Bittsteller warten. Die Feuerwehrler ließen sich aber dadurch nicht aufhalten, kurzer Hand sägten sie den Baumstamm durch und konnten dann den Hof betreten wo bereits die nächste Aufgabe auf sie wartete.

Hinterm Wohnhaus befanden sich längst die persönlichen Schutzanzüge von einigen Feuerwehrmännern, in der sie als nächstes eine Saugleitung aufbauen mussten. Nachdem auch diese Aufgabe erfolgreich bestanden war machte sich die nächste Gruppe an die dritte Aufgabe. Es mussten mindestens 12 leere Bierkästen horizontal gestapelt werden um sich das Ja-Wort der Fahnenbraut zu verdienen. Dies war ohne jegliche Hilfsmittel keine allzu leichte Aufgabe wie sich herausstellte aber nach dem zweiten Anlauf konnten letztendlich dann 13 gestapelte Kisten vorgewiesen werden, womit auch diese Aufgabe erledigt war. Zu guter Letzt kniete der Festausschussvorsitzende Josef Daffner, erster Kommandant Stephan Neumeier, die Vorstände Andreas Birkner und Stephan Karpfinger sowie die zukünftige Fahnenmutter Franziska Birkner auf einem Holzscheitl mit ihrer Bitte, wo sie dann auch die Zusage von Theresa erhielten. In geselliger Runde lies man den Abend im Anschluss ausklingen.

20210710 Fahnenmutterbitten

Auch wenn wir unser Gründungsfest erneut, jetzt auf das Jahr 2022, verschieben mussten, so konnten zumindest die Vorbereitungen am Samstag einen entscheidenden Schritt weiterkommen, denn Franziska Birkner gab ihre Zusage das Amt der Fahnenmutter zu übernehmen. Es war keine Sache im Vorbeigehen, denn die Verantwortlichen um den Festausschussvorsitzenden Josef Daffner hatten sich zuerst am Gasthaus „Zum See“ in Lichtensee getroffen, um mit Bollerwagen, Festbier und musikalischer Begleitung von Rainer Spielberger und Alfons Jänsch in den Eschenweg zu marschieren. Begrüßen konnte Vorsitzender Andreas Birkner dort auch Bürgermeister Johannes Birkner, Kreisbrandmeister Jürgen Schachtner, Ehrenkreisbrandmeister Josef Dausend, Berti Daffner als Fahnenmutter des Jahres 1996 und Fotograf Peter Dausend, der alle Geschehnisse in Bildern dokumentierte. Josef Daffner brachte das Anliegen der Wehr in Versform vor. Natürlich mussten dazu auch einige Prüfungen absolviert werden. Auf allen Vieren musste man durch den Hof, Suppe unter erschwerten Bedingungen löffeln, Leistungsabzeichen ganz anderer Art erbringen und natürlich Scheitelknien. Überzeugt gab Franziska Birkner, die Frau des Feuerwehrvereinsvorsitzenden, dann gerne die Zusage.