Sichtschutzwände für die Feuerwehr Niederviehbach – Ein Schutz vor Gaffern und unerwünschten Blicken

In den letzten Jahren hat das Problem der Gaffer bei Rettungseinsätzen in ganz Deutschland beängstigende Ausmaße angenommen. Die steigende Bereitschaft der Menschen, mit ihren Smartphones Fotos und Videos von Unfällen, Rettungsaktionen oder medizinischen Notfällen zu machen und sofort in sozialen Medien zu teilen, hat zu einer neuen Dimension des Problems geführt. Diese unerwünschten Beobachter sorgen nicht nur für zusätzlichen Stress bei den Rettungskräften, sondern erfordern auch oft den Einsatz von Polizeikräften, um Schaulustige auf Abstand zu halten. Bei Verkehrsunfälle sind Unfälle auf der Gegenfahrbahn aufgrund von Gaffern mittlerweile zur Tagesordnung geworden.

Die Feuerwehr Niederviehbach hat um die Privatsphäre der Opfer und die Arbeit der Rettungskräfte zu schützen mobile Sichtschutzwände beschafft. Diese Wände können mit ihrem geringen Packmaß problemlos mitgeführt werden und sind in wenigen Sekunden von nur einer Person aufgebaut.

Die Sichtschutzwände bestehen aus robustem, abwaschbarem Planenmaterial und Fiberglasstäben. Am Anfang und am Ende jeder Wand sind Reißverschlüsse eingearbeitet, wodurch sich mehrere Wände miteinander verbinden lassen, um auch große Einsatzstellen vor unerwünschten Blicken zu schützen.

Die Feuerwehr Niederviehbach hat zwei dieser Sichtschutzwände erworben, um ihre Arbeit effektiver und diskreter durchführen zu können. Eine der Wände wurde direkt aus der Vereinskasse finanziert, während die zweite Wand großzügig von Tobias Feicht mit TF Veranstaltungstechnik gesponsert wurde.

Die Feuerwehr Niederviehbach bedankt sich bei Tobias Feicht für die großzügig Spende, ebenso bei der Bevölkerung die durch Teilnahme an Veranstaltungen sowie durch Spenden diesen Kauf ermöglichten.

Erfolgreiche Leistungsprüfung im Löscheinsatz

Am vergangenen Samstag traten die 62. und 63. Gruppe der Feuerwehr Niederviehbach zur Leistungsprüfung im Löscheinsatz an. Diese beiden Gruppen, bestehend aus engagierten Nachwuchsfeuerwehrlern absolvierten gleich 13 Mal erfolgreich Stufe 1.

Die hervorragende Prüfungsvorbereitung verdanken die Feuerwehrleute den Gruppenführern Matthias Ehrenberger, Josef Neumeier und Josef Daffner, die sie intensiv auf die Prüfung vorbereitet haben. Zur Leistungsprüfung gehörte unter anderem der korrekte Wasseraufbau von drei Rohren, sowie das Saugleitungskuppeln. Diese Aufgaben erforderten nicht nur technisches Können, sondern auch eine ausgezeichnete Teamarbeit.

Die Leistungsprüfung wurde von den Prüfern Kreisbrandinspektor Huber Helmut, Kreisbrandmeister
Jobst Martin und Kreisbrandmeister Jürgen Schachtner abgenommen. Unter ihren Augen zeigten die beiden Gruppen eine bemerkenswert schnelle und dennoch ruhige Vorgehensweise. Mit Bravour meisterten sie die Prüfung ohne jegliche Fehler und das innerhalb der vorgegebenen Zeit.

Die Feuerwehr Niederviehbach zeigt stolz über die Leistung ihrer 63. und 64. Gruppe und hofft auf eine erfolgreiche Zukunft. Dieser Erfolg ist auch ein Beweis für die hervorragende Ausbildung und Vorbereitung, die in der Feuerwehr Niederviehbach geboten wird.

Wir gratulieren den Feuerwehrlern zu ihrer vollbrachten Leistung und bedankt uns herzlich bei allen Beteiligten, die dazu beigetragen haben.

Einsatzübung: Garagenbrand mit vermisster Person

Am vergangenen Mittwoch führten wir eine Einsatzübung in der Garage unseres Gruppenführers, Erich Reuter, durch. Er übernahm dabei die Rolle des betroffenen Garagenbesitzers und bot uns großzügigerweise seine Garage als Übungsort an. Die Übung war darauf ausgerichtet, realistische Szenarien für die Atemschutzträger zu schaffen und den Einsatzkräften die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten unter realitätsnahen Bedingungen zu testen. Erich hatte seine Garage mit zahlreichen Hindernissen präpariert, um den Atemschutzträgern ein anspruchsvolles Übungsumfeld zu bieten. Diese Hindernisse reichten von umgestürzten Möbeln bis hin zu herabfallenden Gegenständen, was die Rettungsmission zusätzlich erschwerte. Um die Simulation eines Garagenbrandes möglichst realistisch zu gestalten, wurde eine Nebelmaschine eingesetzt, die dichten Rauch erzeugte. Dieser Rauch simuliert die Sichtverhältnisse bei einem tatsächlichen Garagenbrand. Trotz der erschwerten Bedingungen konnte die vermisste und verletzte Person in der Garage äußerst zügig gefunden und gerettet werden. Die Brände in der Garage wurden mittels Blitzer und Handwärmer simuliert, wodurch sie mit der Wärmebildkamera effektiv erkannt werden konnten. Die Einsatzübung wurde von Matthias Ehrenberger in seiner Funktion als Gruppenführer geleitet.

Ausbildungstag der Werkfeuerwehr BMW Dingolfing

Am 23.09.23 hatten wir die Gelegenheit, am Ausbildungstag der Werkfeuerwehr BMW Dingolfing teilzunehmen, der sich auf das Thema „Technische Hilfeleistung im Bereich Hochvolt-Fahrzeuge (HV-Fahrzeuge)“ konzentrierte. Der Tag versprach eine Kombination aus theoretischem Wissen und praktischer Anwendung, um die Feuerwehren auf die besonderen Herausforderungen im Umgang mit Elektro- und Hybridfahrzeugen vorzubereiten.

Bereits am Morgen starteten wir im BMW Werk 2.7 Dynamikzentrum, wo wir uns in der Kantine versammelten, um an einem informativen Theorieunterricht teilzunehmen. Die Themen waren vielfältig und speziell auf die Anforderungen im Umgang mit HV-Fahrzeugen abgestimmt. Zu den behandelten Themen gehörten:

1. Brandbekämpfung von E-Fahrzeugen: Hier erhielten wir wichtige Informationen zur Brandbekämpfung bei elektrisch betriebenen Fahrzeugen, einschließlich der Gefahren und der geeigneten Maßnahmen.

2. Grundlagen und Aufbau von Li-Ionen Speichern: Ein umfassender Einblick in die Struktur und Funktionsweise von Lithium-Ionen-Batteriespeichern, die in vielen Elektrofahrzeugen verwendet werden.

3. Verlauf einer thermischen Reaktion: Verständnis für den Ablauf und die Dynamik einer thermischen Reaktion in Hochvolt-Batterien.

4. Maßnahmen zur Brandbekämpfung: Praktische Tipps und Strategien für die Brandbekämpfung in HV-Fahrzeugen, um sicher und effektiv handeln zu können.

5. Grundlagen Hybrid / E-Fahrzeuge: Eine Einführung in die Technik und Funktionsweise von Hybrid- und Elektrofahrzeugen.

6. Grundlagen technische Rettung aus PKW: Wichtige Informationen und Techniken zur Befreiung von Personen aus Fahrzeugen nach Unfällen.

7. Aufbau von modernen Karosserien und Fahrzeugen: Einblick in die Struktur moderner Fahrzeuge und deren Herausforderungen für Rettungsdienste bei Unfällen.

Am Nachmittag war es dann endlich soweit – wir konnten das Gelernte in der Praxis an modernen E-Fahrzeugen umsetzen. Dieser Teil des Tages bot uns die Möglichkeit, unser theoretisches Wissen in die Tat umzusetzen. Die Praxisübungen umfassten Schneide- und Spreizversuche an Serienfahrzeugen, wir konnten die Anwendung unserer Rettungsgeräte speziell für die Rettung von Personen aus HV-Fahrzeugen üben. Zudem testeten wir verschiedenen Techniken zur Befreiung von Personen aus einem PKW zu erproben, wobei der Schwerpunkt auf der Sicherheit und Effizienz lag.

Der Ausbildungstag der Werkfeuerwehr BMW Dingolfing zum Thema „Technische Hilfeleistung im Bereich HV-Fahrzeuge“ war eine äußerst lehrreiche und praxisorientierte Erfahrung. Wir konnten unser Verständnis für die Besonderheiten von Elektro- und Hybridfahrzeugen vertiefen und wertvolle Kenntnisse zur sicheren Handhabung sowie zur effektiven Rettung von Personen in Notsituationen erwerben. Dieser Tag wird zweifellos dazu beitragen, unsere Feuerwehr besser auf die Herausforderungen der modernen Fahrzeugtechnologie vorzubereiten und die Sicherheit unserer Gemeinschaft zu gewährleisten. Wir sind dankbar für die Gelegenheit, an dieser Schulung teilzunehmen, und freuen uns auf die Anwendung unseres neuen Wissens in unserer täglichen Arbeit.